#DiesmalGruen

Ein kurzer, persönlicher Einwurf zur anstehenden Bundestagswahl.

Diese Wahl ist eine Richtungswahl, unsere Gesellschaft steht an einer Weggabelung – denn: mit der Klimakrise steht ein menschengemachtes Problem vor der Tür, das uns heute und noch viel mehr in der Zukunft einiges abverlangen dürfte. Einerseits, um die Krise nicht noch weiter eskalieren zu lassen (sprich: eine weitere Erderhitzung zügig abzubremsen) – andererseits aber auch, um mit den bisherigen, bereits unangenehm fortgeschrittenen Umständen klarzukommen.

Wir alle, jede*r Einzelne*r, kann und muss dafür einen substanziellen Beitrag leisten, das steht außer Frage. Umgekehrt aber ist auch richtig: individuelle Verhaltensänderungen werden diese Krise nicht lösen (können). Viele Ursachen sind struktureller Natur, umso mehr gilt: systemische Herausforderungen brauchen systemische Antworten. Und insofern liegt für alles außerhalb des persönlichen Handlungsspielraums die Verantwortung bei der Politik. Kohlekraftwerke abschalten, Radwege bauen, eine ökologische Landwirtschaft incentivieren – für all das und noch viel mehr braucht es vor allem politische Entschiedenheit.

Hinzu kommt aber ein weiterer, mindestens ebenso wichtiger Aspekt, der über die Frage des „ob“ hinausgeht – nämlich: wann & wie? Die Klimakrise ist in ihrer Ursache keine diplomatische Herausforderung, sondern ein Ergebnis physikalischer Umstände. Insofern lässt auch der Umgang mit dieser Herausforderung wenig Verhandlungsspielraum. Adäquate Antworten müssen deshalb der Größe dieser Herausforderung entsprechen. Im Kern heißt das vor allem zweierlei:

Erstens: es gilt sich dem Rat der jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich Klima(folgen)forschung und Technologieentwicklung anzuschließen. Eine rasche Dekarbonisierung ist möglich, braucht aber unbedingt politische Antizipation – und zwar nicht nur in Form von fernen Zielmarken, sondern auch im Sinne von konsequent „grünen“ Rahmenbedingungen im hier und jetzt. Und zweitens: die Klimapolitik sollte Leitlinie für sämtliche übrige Politikfelder sein – Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik gilt es in letzter Konsequenz von klimapolitischen Notwendigkeiten abzuleiten, nur dann wird im 21. Jahrhundert ein Schuh drauß. Nur dann kann die Transformation sozial gerecht, für die Exportnation Deutschland erfolgreich und in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft gelingen.

Die Zeit ist reif, ambitionierten Klimaschutz als Chance – und nicht als Angstmacherszenario – zu begreifen. Denn das Einzige was (mir) wirklich Angst machen würde, wäre ein berechtigter Vorwurf zukünftiger Generationen eine machbare Lösung dieser Krise leichtfertigt verdaddelt zu haben.

Choose. Your. Fighter.
#ZukunftWirdAusMutGemacht


>> Picture is taken from gruene.de <<

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