Wer sich für Nachhaltigkeit interessiert und dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte das am Besten schleunigst nachholen. Ich folge Hannah Ritchie schon länger, aber mit diesen 352 Seiten ist ihr eine absolute Pflichtlektüre gelungen. Here’s why:
1) Das Narrativ
Mit “How we can be the first generation to build a sustainable planet” wird die anstehende Transformation als Chance antizipiert – und nicht (nur) als moralische Verpflichtung oder klimapolitische Notwendigkeit. Wir stehen unmittelbar davor, gesellschaftliche Prosperität für immer mehr Menschen bereitzustellen, ohne dabei auf Kosten nachfolgender Generationen zu wirtschaften. Warum diese historische Gelegenheit mehr Grund für Optimismus als für Pessimismus ist und warum früher beileibe nicht alles besser war, das wird mit chirurgischer Präzision analysiert.
2) Die Lage
Klima ist Nachhaltigkeit, aber Nachhaltigkeit ist mehr als Klima. Warum es sich sehr wohl lohnt genauer hinzuschauen, wenn es um Luftverschmutzung, Entwaldung, Biodiversitätsverlust, Ozeanplastik und Überfischung geht – und wie diese Aspekte mitunter zusammenhängen (bspw. durch Ernährung/Nahrungsmittelproduktion), lässt sich in sieben Kapiteln sehr schlüssig nachlesen.
3) Der Weg
Besser als je zuvor wissen wir, was effektiv zu tun ist und was weniger materiell ist, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Insofern geht es nicht (nur) darum, Dinge richtig zu tun – sondern vor allem, die richtigen Dinge zu tun. Mit welchen Scheinlösungen wir uns nicht aufhalten sollten und worauf es ankommt, wenn Zeit ein limitierender Faktor für unser Tun ist, wird in diesem Werk eindrucksvoll aufbereitet.
Go escape the doomsday-mood and lift you up with this book!